11. Februar 2013: Oberer Köprü Çayi und ein ungewöhnicher Übernachtungsplatz


Der Morgen fängt genauso trüb an, wie der Abend geendet hat. Zum Glück konnten wir unsere Sachen über Nacht trocknen. Heute gehts an den Oberlauf des Köprü Çayi. Auf dem Weg zum Oberlauf sehen wir das Reststück, das wir gestern nicht gepaddelt sind. Ich glaube, die Entscheidung abzubrechen war gut.



Wir fahren der Straße entlang und linsen wo's geht in den Bach. Leider sieht es erstmal nicht vielversprechend aus. Endlich kommt ein fetter Wildwasserkatarakt, jedoch ist dieser unfahrbar. Wir fahren weiter. Mit jedem Kilometer, den wir fahren, wird es kälter. Die Schneegrenze ist zum greifen nah. Endlich fahrbares Wildwasser. Dieser Abschitt scheit lohnend. Wir steigen bei Schnee ein. Das Wassser fließt schnell und die ersten schönen Stellen kommen. Kurzzeitig kommst sogar die Sonne raus. Das einzige Manko ist der ganze Müll, der links und rechts in den Sträuchern hängt.
Wir sind am ersten größeren Katarakt. Die Walzen, die oben von der Straße ganz locker aussahen, sehen vom Bach recht fies aus. Klaus haut sich als einziger rein, wir umtragen gern. Weiter geht mit schönem Wildwasser.




Das Umsetzen geht schnell und wir fahrem auf dem kürzesten Weg zu einem Seitenzufluß. Die Straße ist klein und der Schnee nimmt mit jedem Höhenmeter zu. Vor uns sind noch Spuren im Schnee und wir sind guter Dinge. Leider biegen die Spuren ab und wir stehen vor einer geschlossenen Schneedecke. Niemand weis, ob die Straße bis zum Seitenzufluß befahrbar ist. Also beschließen wir, hier umzudrehen und den Umweg der großen Straße in Kauf zu nehmen. Wir kommen bei Nacht in einer Ortschaft an und suchen uns Aufgrund des Wetter wieder eine Pension. Da wir nichts finden fragen wir die Polizei, die gerade auf der Straße ist. Nach kurzem Gepräch müssen wir erfahren, dass es keine Pension gibt. Der Polizist telefoniert und meint kurz darauf, dass wir ihm folgen sollen. Mit Blaulicht werden wir ins Studentenwohnheim eskortiert.



Nach einem leckeren Abendessen in Städtchen gehen wir zurück ins Studentenheim und trinken noch mit den Lehrern, den Studenten und dem Koch einen Tee.
Auch der zweite Tag ist ereignisreich und hat sich gelohnt. Mal schaun, wie es weiter geht.


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Pitzbach