15.Februar 2013: Die große Alaraschlucht


Brrrr, es ist feucht kalt. Es hat die ganze Nacht geregnet und heut morgen sieht es auch nicht besser aus. Wir frühstücken unter unserem Dach und packen die Sachen ein. Den Plan, die Kaiserklamm nochmals zu fahren, lassen wir schnell unter den Tisch fallen. Schade, aber dann wird die Zeit für die knapp 40 km Alaraschlucht zu knapp. Scheuer ist heute nicht dabei, denn er muss zurück nach Antalya. Er stellt uns das Auto zum Ausstieg und geht irgendwie zurück nach Antalya (Scheuer wie bist du eigentlich nach Antalya zurück gekommen? Bus? Bahn??).

Wir schultern unsere Boote zum Bach. Dieser hat inzwischen seine Farbe von grün auf braun gewechselt. Das Wetter und die Wasserfarbe sind nicht gerade einladend.
Ausgestattet mit einem GPS, wo die wichtigen Stellen markiert sind, starten wir los. Es geht ruhig an. Der Fluss hat aber immer eine angenehme Fließgeschwindigkeit. Die erste Stelle schauen wir links an einem Steinschlag an. Was sag ich da? Steinschlag?? Und schon gehts los. Durch den Regen lösen immer wieder Steine und wir mitten drin. Nach dem die ersten Steine an uns vorbei, ins Wasser, geschossen sind, machen wir uns auf in die Boote. Nichts wie weg.
Es folgen einige Umtrager und einige Stellen, die durchaus fahrbar sind. Die ganzen Beschreibungen vom Vorabend haben wir längst durcheinander gebracht und so verlassen wir uns ganz auf das GPS. Leider müssen einige Stellen bei diesem Wasserstand umtragen werden. Das Umtragen ist teilweise mühsam und zeitraubend, jedoch werden wir immer wieder durch schönes Wildwasser entschädigt. Einer der letzten GPS-Punkte ist eine Engstelle in einer Niederklamm, die bei wenig Wasser fahrbar ist, aber bei viel Wasser einen unfahrbaren Abfall bildet. Wichtig hierbei ist, den Ausstieg links nicht zu verpassen. Verpasst man den linken Ausstieg, muss man rechts einen Felsstart in das Tosbecken machen. Wir paddeln gespannt in die Niederkamm ein und checken immer wieder das GPS. Bei diesem Wasserstand sind die Kehrwässer rar. Ja nicht das letzte Kehrwasser verpassen!!! Wir steigen natürlich viel zu früh aus, aber lieber zu früh als zu spät, denn das Tosbecken ist gewaltig. Diese Ungewissheit ist gemeistert. Nun kommt nur noch eine kritische Stelle. Auch diese finden wir dank GPS und umheben sie links. Mit einem Felsstart setzen wir wieder ein und fahren durch die letzten Nierderklammen. Als wir endlich unten ankommen dämmert es schon.



Endlich sind wir am Auto. Uns ist schon langsam kalt, da kommt plötzlich eine Türkin mit Tee. Wir freuen uns auf was warmes und nehmen eine Schluck. Leider ist der Tee eiskalt. Naja wir geben ihr trotzdem ein paar Lira. Unsere Regen-Alara-Befahrung wird dann noch kurz vor Feierabend durch einen schönen Sonnenuntergang und Regenbogen gekrönt. Was für ein Tag!!!


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Pitzbach