Egua Mai 2010


Nachdem wir auf der Calancasca waren, treffen wir Markus. Wir wolten unbedingt an die oberste Strona fahren, da wir im letzten Jahr durch Dauerregen über Nacht viel zu viel Wasser hatten. Wir kommen Abends an und es ist nicht klar, ob das Wasser langt. Aber auch in dieser Nacht regnet es und wir flüchten in die Kapelle. Am nächsten Morgen inspizieren wir gesannt den Oberlauf, müssen aber mit bedauern feststellen, dass das Wasser trotz Regen nicht reicht. Markus geht mit seinen Buben noch klettern und wir fahren schon mal ins Piemont. Da wir noch zeitig dran sind, schauen wir noch zur Egua hoch und steigen auch gleich ein. Der Pegel ist niedriger als beim letzten mal. Wir fahren viel auf Sicht. In einer Rutsche, die man ziemlich weit rechts anfährt, überschlägt es mich auf einmal nach vorne und mich drückt es beim aufrollen lins in die Wand. Glücklicherweiße kann ich mich gleich ins Kehrwasser retten. Ich denke mir noch, was ist jetzt passiert und schon sehe ich Max die gleiche Übung machen. Seltsam, aber lustig!
In der letzten Doppelkombination schnarche ich ein bisschen und verpasse den Boofschlag. Ich plumse unspektakulär die Stufe runter. Max, fest entschlossen es besser zu machen, setzt an der Kante zum Boofschlag an und fliegt los. Es scheint, als will Max keine Zwischenlandung, sondern erst ganz unten im Tumpf landen.
Es war zwar nicht arg viel Wasser, aber Spaß hat doch gemacht.




Egua Juni 2009

Nun nach dem dritten Anlauf passt heute endlich der Wasserstand. Nichts wie umziehen und rein in den Bach. Die Egua ist ein kurzer Bach, der aber auf keinem Meter langweilig ist. Nachdem ich die erste bekannte Stufe gefahren bin postiere ich mich am Ufer zum knipsen. Nachdem ich Max im Fall geknipst habe, bleib ich weiter an der Linse und schieße noch ein paar Bilder, wie er weiter paddelt und hinter dem Stein verschwindet. Ich warte bis er am anderen Ende des Steins auftaucht, aber weit und breit kein Max zu sehen. Er hat eine unfreiwillige Rodeo-Session, aber kommt dann schließlich doch noch hinter dem Stein vor. Wir paddeln ohne größere Zwischenfälle bis auf einen Paddelverlust und eine Stecker weiterconfused. Nach tausend schönen Stellen kommen wir an den Abschlusskatarakt. Der erste Fall geht ohne Probleme, den zweiten möchte ich über den linken Fels boofen, jedoch dreht es mir das Heck und ich fahre die Stufe rückwärts. Auch das geht. Ich trage das Kajak nochmals hoch, denn ich will die Stufe vorwärts fahren. Der zweite Versuch klappt. Denn Röhromat am Schluss lassen wir bei diesem Wasserstand aus.




Pitzbach