Untere Sermenza Mai 2010

Nach zwei Tagen Paddeln kommt Bastl und Markus dazu. Markus haben wir ja schon einen Tag vorher mit einem heißen Motor am Straßenrand getroffen. Der Bus ist jetzt aber wieder flott.
Wir übernachten an unserm schönen offenen Platz an der Sesia. Der nächste Morgen ist wunderschön und die Wahl fällt auf die untere Sermenza.
Der Pegel stimmt. Wir steigen direkt an der Steinbrücke ein und fahren in die erste wuchtige Stelle. Danach plätscherts erstmal so vor sich hin, dann nehmen die Schwierigkeiten stetig zu. Die erste knifflige Stelle muss rechts über eine Platte gefahren werden, um möglichst weit vorne im Tumpf zu landen. Max startet als erster und legt eine saubere Linie vor. Zweiter ist Markus, er fährt etwas zu weit links und fädelt auf der Platte an einer Felsnase ein. Sein Kajak fängt vorne an zu steigen und er fällt seitlich in den Tumpf. Er kippt ab und muss stützen. Das Gesicht schießt bedrohlich nahe am Felsriegel, der aus dem Tumpf raus ragt, vorbei. Nochmals gut gegangen. Nun bin ich dran und mache mir so meine Gedanken, ob ich es über die Platte schaffe oder ob das nur einem Big Max gelingen kann. Auch ich erwische die ideale Linie. Zu guter letzt schiebt sich auch Bastl souverän über die Platte. Irgendwie mag ich den Felsriegel im Unterwasser nicht.
Weiter geht mit mittleren Schwierigkeiten. Einen längeren Katarakt umtragen wir, da er am Ausgang siphoniert ist.
Wir kommen am Mühlenkatarakt an, an dem sich ein fettes Prsswasser bildet. Bastl, der als einziger diesen Abschnitt nicht kennt bekommt immer größere eek. Max fährt wieder zuerst und wird vom Presswasser umgeschmissen. So schnell wie er unten ist rollt er wieder auf. Unten im Kehrwasser hilft Bastl mit dem Paddel einer Schlange aus dem Wasser, aber anstatt ans Land zu gehen schlängelt sie sich am Schaft Richtung Bastl. Jetzt aber schnell das Paddel drehen.
Das Z unter dem Dach umtragen wir nach langer Inspektion, wieder mal eingeschissen. Aber das nächste mal bestimmt.
Langsam nähern wir uns dem Ende. Ich beschreibe Bastl noch den Katarkat vor der letzten Schlucht, aber erzähle im michts von der Walze am Klammeingang. Er folgt Max und kommt problemlos runter. Aber auch hier wieder etwas große eek. Nun noch durch die Klamm und fertig ist ein perfekter Kajaktag.



Pitzbach